Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel

Das "Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel" (EAPPI) ist eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK/WCC) im Rahmen der ökumenischen Kampagne zur Beendigung der Besetzung Palästinas und für einen gerechten Frieden im Nahen Osten.

EAPPI antwortet auf einen Ruf der lokalen Kirchen sowie von palästinensischen und israelischen Menschenrechtsorganisationen nach internationaler Präsenz. Das Programm ist ein Zeichen der internationalen christlichen Gemeinschaft mit den Kirchgemeinden vor Ort.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von EAPPI unter www.eappi.org

Ziele

EAPPI will im palästinensisch-israelischen Konflikt einen Beitrag leisten zur Stärkung friedlicher, gewaltfreier Ansätze in beiden Gesellschaften, zur Stärkung von Friedenskräften und zum Schutz der Zivilbevölkerung. Zudem will es:

  • Solidarität mit örtlichen Kirchen sowie palästinensischen und israelischen Friedensaktivisten zum Ausdruck bringen und sie stärken;
  • für die Einhaltung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts sorgen und dazu beitragen, die Brutalitäten, Erniedrigungen und Gewalttaten gegen Zivilisten zu beenden;
  • ein aktives Zeugnis davon ablegen, dass alternatives, gewaltfreies Eintreten für Gerechtigkeit und Frieden zur Beendigung der rechtswidrigen Besetzung Palästinas möglich ist;
  • die Gewalt der Besetzung sichtbar machen und ein stärkeres internationales Fürsprachenetz knüpfen, um die öffentliche Meinung in den Heimatländern zu beeinflussen und Einfluss auf die jeweilige Nahostpolitik zu nehmen mit dem Ziel, die Besetzung zu beenden und einen bestandfähigen palästinensischen Staat aufzubauen.
Grundsätze
  • Begleiterinnen und Begleiter aus dem Ausland sind als Freiwillige während einer Zeitdauer von mindestens drei Monaten in verschiedenen Gemeinden platziert und arbeiten mit kirchlichen oder Nichtregierungsorganisationen zusammen.
  • Sie werden dabei für Schutz- und Friedensaufgaben eingesetzt, die nicht oder unzureichend von lokalem Personal geleistet werden können und nicht Arbeitsplätze von lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ersetzen.
  • Diese Begleiterinnen und Begleiter werden von Projektorganisationen in verschiedenen Ländern aufgrund von einheitlichen Kriterien ausgewählt, geschult und entsendet.
  • Die Platzierung der Begleiterinnen und Begleiter erfolgt durch die lokale EAPPI-Koordinationsstelle in Jerusalem, unter Einbezug der spezifischen Qualifikationen und Erfahrungen der Einzelnen.
  • Es handelt sich um einen humanitären Einsatz, bei dem eine direkte Konflikteinmischung vermieden wird. Insbesondere verpflichten sich die Begleiterinnen und Begleiter, sich nicht an Gewaltaktivitäten zu beteiligen.
  • Das Projekt entstand im Rahmen der vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Dekade zur Überwindung der Gewalt (2001-2010), wird nun aber weitergeführt.
Geschichte

EAPPI besteht seit 2001. Vorausgegangen war der dringende Aufruf nach internationaler Solidarität durch die lokalen Kirchen und ihre Partnerorganisationen (palästinensische und israelische NGOs) in Jerusalem.

Mit einer internationalen Präsenz wollen die lokalen Kirchen auch die Arbeit von humanitären und Menschenrechtsorganisationen unterstützen und ihre  gewaltfreien Aktionen begleiten.

Nachdem im Frühling 2001 mehrere kirchliche Pilotprojekte von holländischen und dänischen Organisationen realisiert wurden, sind seit dem Sommer 2002 rund1500 internationale Begleiterinnen und Begleiter von den am EAPPI-Programm beteiligten Sendeorganisationen aus rund zwanzig Ländern für einen Einsatz im Krisengebiet gewesen. PWS hat aus der Schweiz über 150 MenschenrechtsbeobachterInnen für jeweils drei Monate in einen Einsatz geschickt.

Beteiligung aus der Schweiz

Seit März 2003 machen freiwillige MenschenrechtsbeobachterInnen aus der Schweiz im Rahmen des EAPPI einen Einsatz. Vor Ort arbeiten sie mit lokalen Kirchgemeinden und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Durch ihre Anwesenheit, ihr Begleiten und Beobachten verhelfen sie der Zivilbevölkerung zu mehr Schutz vor Übergriffen und Menschenrechtsverletzungen. Die Einsätze in diesem Programm dauern mindestens drei Monate und beinhalten eine intensive Vorbereitung.

Die Teilnahme von Freiwilligen aus der Schweiz am EAPPI-Programm wird ermöglicht, indem unter dem Patronat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) das HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz) die Verantwortung für die schweizerische Beteiligung übernahm. Für die operationelle Durchführung in der Schweiz ist Peace Watch Switzerland verantwortlich.

 
 

News

Bis zum letzten Tropfen - die palästinensische Wasserkrise

Vortrag und Diskussion mit Clemens Messerschmid, Hydrologe, Ramallah



Erfahrungsbericht eines Menschenrechtsbeobachters im Westjordanland

Vortrag und Diskussion mit dem EAPPI-Freiwilligen Tobias Francke



Fotoausstellung - Vernissage

« Territoires occupés. Regards partagés »



PWS Newsletter Juli 2016

Liebe Leserinnen und Leser,



Hauszerstörungen in Susiya

Artikel von Amira Hass in der israelischen Tageszeitung Haaretz



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